125 Jahre TV O1 Bohmte – große Jubiläumsfeier am Sportzentrum mit Gästen und sportlichen Idolen – DRK-Ortsverein Bohmte gratuliert und wünscht viel Erfolg.
Das Festzelt war gut besucht, Abordnungen benachbarter Vereine, vom VfL Lintorf, TUS Bad Essen, TSV Venne und andere, ebenso von der Freiwilligen Feuerwehr und vom DRK Ortsverein Bohmte Klaus Goedejohann als Vorsitzender. Er stellt fest, dass es zwischen dem Bohmter DRK und dem TV 01 vielfältige Verbindungen gebe.
Die Moderatoren im Festzelt konnten als Gäste die Wahlkreisabgeordneten aus dem Bundestag, Lutz Brinkmann und dem Landtag Guido Pott begrüßen, ebenso Landrätin Anna Kebschull und Bürgermeister Markus Kleinkauertz. Alle hielten mehr oder weniger umfangreiche Ansprachen, lobten den Idealismus der ehrenamtlichen Führungskräfte, das Trainerteam und die vielen Hilfskräfte bis zum Platzwart.
Landrätin Anna Kebschull suchte auch das Einzelgespräch. Hierbei zeigte sie sich optimistisch, dass es im Bereich des aufgegebenen Krankenhauses Ostercappeln noch Bewegung geben könnte in Zukunft.
Sie sieht offensichtlich noch Chancen für ein Medizinisches Versorgungszentrum (MZV) und setzt Hoffung in den derzeitigen niedersächsischen Gesundheitsminister Phillippi. Allerdings sei die Kostendämpfung im Bundeshaushalt nicht förderlich. Das Projekt „Schnellbus“ (S 20) von Wittlage über den Sammelpunkt Krankenhaus Ostercappeln, dort Anschluss für den X 260 aus Bohmte, möchte Anna Kebschull gerne fortsetzen, wenn die Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden vom Kreistag. Durch diese Schnellbuslinie wird der Nahverkehr für das Wittlager Land attraktiv.
Als letzter Festredner sprach Pastor Weinbrenner; er fasste sich kurz, wünschte dem Jubiläumsverein Glück und Segen für die Zukunft.
Eine Tanzgruppe des TV 01 führte mehrere Tanzeinlagen vor, die mit Beifall bedacht wurden und die Trainerin war sehr zufrieden mit der jungen Tanzgarde.
Auf der Bühne dann ein Round-Table-Gespräch mit Leistungssportlern. Das Idol Addy Waku Menga (43) war später auf dem Freigelände umringt von kleinen und großen Fußballern und Addy verteilte fleißig Autogrammkarten mit seinem Konterfei und seinem Kürzel AWM. Menga war sehr erfolgreich, aber er ist äußerst sympatischer Sportler ohne Star-Allüren. Seine Familie wohnt dauerhaft in Venne und Addy begann einst 2001 beim TSV in Venne.
Der 1983 in Kinshasa (Zaire) geborene Menga kam mit den Eltern in das Wittlager Land, wurde hier heimisch, spielte im TSV, erhielt die deutsche Staatsbürgerschaft und er und seine Familie sind bestens integriert. Besonders erfolgreich war er als Stürmer für den VfL Osnabrück, mit dem er in die II. Bundesliga aufstieg. Er war dort Stammspieler. Im Profisport gibt es Höhen und Tiefen, dies weis der sympatische Addy Menga im Gespräch zu erklären. Bei 90 Einsätzen schoss Menga 33 Tore. Nach der Zeit beim VfL Osnabrück spielte er für etliche andere Profivereine. Die Familie ist evangelisch geprägt und Venne ist die Heimat.
Das Festprogramm nahm mehr Zeit in Anspruch als zunächst geplant. Das Wetter war geradezu ideal. Am Abend legte ein DJ im Festzelt Platten auf. Die Verpflegungsgruppe des DRK-Kreisverbandes Wittlage lieferte für alle Festgäste im Zelt einen leckerein Eintopf. Darüber wird separat berichtet. DRK-Ortsvereinsvorsitzender Klaus Goedejohann schmeckte die Suppe mit Heißwürstchen vorzüglich, wie er im Gespräch versicherte.
Text und Fotos: Eckhard Grönemeyer






